Ohne Care-Arbeit steht alles still!


Der Lindenhof in Zürich wird am frühen Morgen des 06.06.21 mit Pfannen, Besen und Schürzen dekoriert. Mit diesen stereotypischen Objekten wird darauf aufmerksam gemacht, dass FLINTAQ übermässig häufig für die unbezahlte Sorge- und Betreuungsarbeit, die sogenannte Care-Arbeit, zuständig sind. Eine aktuelle Studie des Bundesamt für Statistik zeigt, dass sie 50% mehr Zeit für diese Arbeiten aufwenden als Männer. Die Folgen sind finanzielle Abhängigkeit und Altersarmut, die FLINTAQ deshalb signifikant häufiger betrifft.

Das feministische Streikkollektiv hat genug davon, dass unbezahlte Care-Arbeit nach wie vor unsichtbar ist und wenig wertgeschätzt wird. Vor allem auch migrantisierte und illegalisierte FLINTAQ leisten unsichtbare Care-Arbeit. Daran hat sich auch in den letzten beiden Jahren nichts geändert, deshalb steht am diesjährigen feministischen Streiktag vom 14.6.2021 erneut diese gesellschaftstragende Arbeit im Zentrum. Denn während der Corona-Krise hat zudem die unbezahlte Care-Arbeit zugenommen und gleichzeitig die Situation von FLINTAQ Personen präkarisiert.

Einer Sage zufolge haben sich vor über 700 Jahren FLINTAQ als Heer verkleidet auf dem Lindenhof versammelt und durch ihre Täuschung die Besatzer:innen in die Flucht getrieben, somit haben sie die damalige Stadtbevölkerung gerettet. Heute sind es nach wie vor hauptsächlich FLINTAQ, welche die ebenso unsichtbare wie unerlässliche Care-Arbeit für unsere Gesellschaft verrichten. Wir lassen uns weder mit einer Brunnenfigur noch mit Klatschen abspeisen. Care-Arbeit kollektivieren und gegen die Krise feministisch organisieren!