Unbezahlte Care-Arbeit im Kapitalismus

Die unbezahlte Care-Arbeit ist notwendig für das Bestehen des Kapitalismus: Arbeiter*innen müssen essen, trinken, gekleidet werden etc. bevor sie am nächsten Tag wieder zur Lohnarbeit gehen. Diese Reproduktionsarbeit passiert dabei nicht etwa durch Magie.

Tagtäglich werden Millionen von Stunden an unbezahlter Care-Arbeit geleistet – und dies überwiegend von FLINTA Personen. Sie bleibt unsichtbar, wird als “selbstverständlich” und “natürlich” angesehen und strukturell abgewertet. Das kapitalistische System braucht diese unbezahlte Arbeit und macht auf unserem Rücken seine Profite.

Die unbezahlte Care-Arbeit sorgt dabei nicht nur für die momentan arbeitenden Menschen, sondern auch für ältere Menschen und die Reproduktion von neuen Arbeiter*innen, also Kindern.

Rund 50% des gesamten Arbeitsvolumen der Schweiz ist unbezahlte Care-Arbeit. Oft wird Care-Arbeit neben der Lohnarbeit geleistet, das führt zu einer Doppelbelastung und Arbeitstagen, die sich unendlich lange anfühlen.

Wenn die Person, die die unbezahlte Care-Arbeitet leistet, weniger oder keiner Lohnarbeit nachgeht, ist sie finanziell abhängig von der vollzeitarbeitenden Partner-Person. Dies birgt ein höheres Risiko für Altersarmut und macht es schwieriger Beziehungen aus freien Willen zu verlassen.

Dies wiederum erhöht die Gefahr, bei häuslicher Gewalt in Beziehungen festzustecken.

Unbezahlte Care-Arbeit die Grundlage unseres Lebens. Sie muss endlich anerkannt und gerecht verteilt werden!
Daher dreht sich diesen 14. Juni alles um die unbezahlte Care-Arbeit!