Aus allen Teilen der Schweiz – ob Deutschschweiz, Romandie oder Tessin, tragen (Basis-)Organisationen, Kollektive, Gruppen, Vereine, NGOs, Gewerkschaften, Berufsverbände, Parteien und weitere politische Organisationen die breite Mobilisierung und Organisierung für einen grossen nationalen Care Streik am 14. Juni 2027 mit. Es formiert sich damit eine der breitesten feministischen Care-Koalitionen der Schweiz.
Wenn auch ihr noch den Aufruf für den Care-Streik 2027 unterschreiben wollt, dann könnt ihr das noch bis zum 14. Juni 2026 tun.
AUF ZUM CARE STREIK 2027! ES WIRD GROSS!
Die Unterzeichnenden:
8. März Unite Zürich
Action for Palestine Switzerland
Alternative Linke Winterthur
Alternative Liste Zürich
AMAK Kollektiv
Autonome Schule Zürich
AvenirSocial Ostschweiz, Berufsverband Soziale Arbeit
Bewegung für den Sozialismus
Bewegungsfreiheit für alle (Bfa!)
Bibliothek Wyborada – feministische Bibliothek der Ostschweiz
Bildungsgruppe VPOD
Büezer*inne Beiz
Büro für Feminismus
Cat Calls of Zurich
Collectif grève féministe Fribourg
Collectif féministe Valais
CSD Bern
CSD Zureich
Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO)
Die Feministen
Eidgenössische Kommission Dini Mueter (EKdM)
F96
FAJ Basel
FAJ Bern
Feministisches Hochschulkollektiv Bern
Feministisches Streikkollektiv Aargau
Feministisches Streikkollektiv Basel
Feministisches Streikkollektiv Bern
Feministisches Streikkollektiv Graubünden
Feministisches Streikkollektiv Luzern
Feministisches Streikkollektiv Olten
Feministsiches Streikkollektiv Schaffhausen
Feministisches Streikkollektiv St. Gallen
Feministisches Streikkollektiv Thun BeO
Feministisches Streikkollektiv Thurgau
Feministisches Streikkollektiv Winterthur
Feministisches Streikkollektiv Zug
Feministisches Streikkollektiv Zürich
FIZ – Fachstelle für Migrant*innen. Gegen Ausbeutung & Menschenhandel.
Frauenhaus Zürich
Freie Arbeiter*innen Union Lokalsyndikat St. Gallen
Frieda – Die feministische Friedensorganisation / 16 Tage gegen Gewalt
Gastra Kollektiv
GBKZ – Gewerkschaftsbund des Kanton Zürich
Gewerkschaft Unia
Gewerkschaftsbund St.Gallen-Appenzell
Grauer Block Basel
GRÜNE Stadt und Region St. Gallen
GRÜNE Stadt Zürich
HAZ Queer Zürich
Health For Future Switzerland
Histoire publique
INAYA Basel
INAYA Zürich
Io l’8 ogni giorno, Ticino
Junge Grüne Kanton Aargau
Junge Grüne Kanton Zürich
JUSO Kanton St. Gallen
JUSO Kanton Zürich
JUSO Stadt Zürich
JUSO Thurgau
JUSO Winterthur
JUSO Zürcher Oberland
Kafi Klick
Kirchliche Gassenarbeit Bern
Klimastreik Berner Oberland
Klimastreik Zürich
Kollektiv doykait
Kommunistische Jugend Schweiz
kriPo – Kritische Politik an den Hochschulen Zürichs
KriSo Zürich – Forum für kritische soziale Arbeit
Kritische Jurist*innen Zürich
La grève féministe Unil-EPFL, Lausanne
Lesbenorganisation Schweiz (LOS)
LGBTQIA+ Support Gruppe
Linke PoC
Mädchenhaus Zürich
Medica Mondiale Foundation Switzerland
Medico international Schweiz
Ni una menos Basel
Ni una menos Zürich
OAT Aargau
OAT St. Gallen
OAT Zürcher Oberland
Our Answer (Unsere Antwort)
Palästina Komitee Zürich
Paranoia City Buchhandlung
PdA – Partei der Arbeit Zürich
ProCoRe Schweiz
Radio LoRa
Revolutionärer Aufbau Zürich
Rote Falken Zürich
SPAZ – Sans-Papier Anlaufstelle Zürich
Sex workers collective
SP Frauen Kanton Zürich
SP Frauen Schweiz
SP Kanton Schaffhausen
SP Kanton St. Gallen
SP Kanton Zürich
Strike WEF
Syna – die Gewerkschaft
Telefon gegen Gewalt
Transgender Network Switzerland
Trotzphase
Verein Netzwerk Avanti
Verein Pikett Asyl
Vorwärts (die sozialistische Zeitung)
VPOD Schaffhausen
Zentrum für Care Kooperativen
Zürich Solidarisch
Einzelne Statements:
“Wer sorgt für wen, unter welchen Bedingungen und mit welcher Anerkennung? Diese Fragen sind eng mit feministischen Forschungs-, Bildungs- und Gerechtigkeitsfragen verbunden. Und damit auch mit unserer Bibliothekstätigkeit.”
– Bibliothek Wyborada – feministische Bibliothek der Ostschweiz
“Ohne Sorgearbeit gibt es kein Leben, keine Wirtschaft, keine Kultur, rein gar nichts. Sie ist unser wertvollstes Gut. Sie gehört ins Zentrum von Wirtschaft und Politik. Es ist Zeit für eine Revolution.”
– Büro für Feminismus
“Weil Frauenhäuser einen unverzichtbaren und unmittelbaren Beitrag zur Sorgearbeit leisten.”
– Dachverband der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO)
“Fürsorge ist die Stütze der Gesellschaft. Ohne gute Pflege, engagierte Eltern, mutmachende Freundschaften funktioniert nichts. Heute lastet immer noch ein deutlich grösserer Teil dieser Verantwortung auf den Schultern von FLINTA-Personen. Es ist höchste Zeit, dass cis Männer einen fairen Beitrag leisten. Deshalb unterstützen wir den Care Streik 2027.”
– Die Feministen
“Auch Gastro ist Care-Arbeit. Wir unterstützen den Care-Streik 2027 weil er Care breit und unsere Kämpfe zusammen denkt!”
– Gastra Kollektiv
“Die Unia unterstützt die geplanten feministische Mobilisierungen für den 14.6.2027: zusammen für Respekt, mehr Lohn, mehr Zeit!”
– Gewerkschaft Unia
“Bereits heute steht unser Gesundheitssystem vor multiplen Herausforderungen. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege bleiben dank der inkonsequenten Umsetzung der Pflegeinitiative durch die bürgerliche Mehrheit im Parlament prekär. Mit dem zunehmenden Älterwerden unserer Gesellschaft und der steigenden Belastung unsere Gesundheit und unseres Wohlbefindens durch die Klimakrise brauchen wir aber mehr den je ein stabiles und resilientes Gesundheits- und Pflegesystem. Eine Anerkennung und Aufwertung aller gesellschaftserhaltenden Care-Arbeit (ob bezahlt oder unbezahlt) ist in diesem Sinne schon längstens überfällig.”
– Health for Future Switzerland
“Bis dass Politik und Gesellschaft verstanden haben, dass Care-Arbeit die tragende Säule jeder Gesellschaft ist – und jede Form dieser Arbeit auch dementsprechend honoriert und anerkannt wird, werden wir nicht Ruhe geben.”
– Histoire Publique
“Kein Mensch ist illegal. Wir fordern Gerechtigkeit und Bleiberecht für Flinta* Personen mit Fluchterfahrung. Wir fordern faire Arbeitsbedingungen für Menschen mit Fluchterfahrung, keine Barrieren im Wohnungs-und Arbeitsmarkt.”
– INAYA Zürich
“Unbezahlte Care-Arbeit wird grösstenteils von FINTAs geleistet. Diese Arbeit darf nicht unsichtbar bleiben und muss am Care-Streik mit thematisiert werden: Care-Arbeit ist nicht nur Lohnarbeit, sondern ganz viel unbezahlte, ungesehene und nicht wertgeschätzte Arbeit. Eine solidarische Gesellschaft braucht zwingend einen Systemwechsel!”
– JUSO Kanton Zürich
“Armutsbetroffene FINTA-Personen tragen eine massive Mehrfachbelastung: Sie leisten überdurchschnittlich viel unbezahlte Sorgearbeit und leben gleichzeitig häufiger unter prekären Bedingungen. Diese strukturelle Ungleichheit ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems, das ausbeutet und benachteiligt.
Wir fordern entschlossene Maßnahmen zur Entlastung und zum Schutz von FINTA-Personen. Es braucht mehr niederschwellige Schutzräume, die Sicherheit, Unterstützung und Perspektiven garantieren. Statt Kürzungen braucht es einen konsequenten Ausbau von Angeboten und eine nachhaltige Finanzierung.”
– Kirchliche Gassenarbeit Bern
“Ein Studium ist nicht inklusiv, besonders für Menschen mit Care-Verpflichtungen. Ein EP27 verschärft die Situation – für eine klassenübergreifende Vereinbarkeit von Care-Arbeit und Bildung!
Hochschulen akzeptieren Täter in Professuren, sexualisierte Übergriffe werden zu wenig verfolgt – Opfer- statt Täterschutz
UZH erlaubt nur binäre Geschlechtseinträge – Geschlechtsvielfalt auch offiziell anerkennen
FemStreik schafft es mit Regelmässigkeit, die Massen auf die Strassen zu bringen. Emanzipatorische müssen von unten an den Graswurzeln organisiert werden und so sehen wir als kriPo auch unsere Aufgabe. Veränderung kommt nicht aus dem System heraus sondern von uns allen.”
– kriPo, kritische Politik an Hochschulen Zürich
“Care Arbeit wird vielfach von migrantisierten Menschen ausgeübt. Setzen wir uns deshalb gemeinsam für deren Rechte ein.”
– Linke PoC
“Für ein Ende der geschlechtsspezifischen Gewalt!”
– medica mondiale Foundation Switzerland
“Für uns bei Ni Una Menos Zürich ist der Care Streik 2027 kein Thema neben unseren Kämpfen, denn er ist derselbe Kampf. Das System, das Frauen und feminisierte Menschen ermordet, ist dasselbe, das ihre Arbeit unsichbar macht. Dabei handelt es sich um strukturelle Gewalt, deren Ursache in den patriarchalen Machtverhältnissen liegt. Nach wie vor werden in unserer Gesellschaft FLINTA abgewertet, ausgebeutet und als weniger lebenswert erachtet. Gemeinsam organisieren wir uns, hier in Zürich und weltweit gegen das Patriarchat und seine Alliierten.”
– Ni una menos Zürich
“Weil der Kampf gegen Faschismus und der Kampf gegen das Patriarchat Hand in Hand gehen müssen.”
– OAT St. Gallen
“Wir unterstützen den Care Streik 2027 weil es bitter nötig ist, dass Care in der Gesellschaft als essenzielle Arbeit anerkannt wird! Care-Arbeit muss dringend politisch mehr Aufmerksamkeit bekommen!”
– Our Answer (unsere Antwort)
“Wir sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft nur so frei sein kann, wie es die Frauen* in dieser Gesellschaft sind.”
– PdA, Partei der Arbeit Zürich
“Unsere Wut richtet sich gegen ein System, das Care-Arbeit ausbeutet, unsichtbar macht und auf unseren Rücken organisiert ist.
Der Care-Streik ist Teil eines grösseren Kampfes: gegen patriarchale Gewalt, gegen staatliche Untätigkeit, gegen Rassissmus, gegen rechte und antifeministische Angriffe. Die Care-Krise ist kein Zufall: Sie ist gewollt und systematisch produziert.
Als feministisches, antifaschistisches Radio wollen wir auch diesen Kampf hörbar machen. Wir tragen Wut nach aussen, wir verbinden Stimmen.
Wir stehen nicht daneben.
Wir senden mit euch.
Wir streiken mit euch.
Wir kämpfen mit euch.”
– Radio LoRa
„Sichtbarkeit schaffen für die Sans-papiers, Hausarbeiter:innen / Care-arbeiter:innen!”
– SPAZ – Sans-Papier Anlaufstelle Zürich
“Sexarbeit ist Arbeit! Wir wollen Rechte, keine Rettung!”
– sex workers collective
“Care-Arbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen.
Pflege, Kinderbetreuung, Hausarbeit, Bildung, emotionale Unterstützung – ohne Care-Arbeit läuft nichts. Trotzdem wird genau diese Arbeit politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich immer wieder abgewertet: systematisch unsichtbar gemacht, miserabel bezahlt und überproportional auf die Schultern von Frauen, Migrantinnen und marginalisierten Menschen abgeladen.
Das ist kein Versehen. Das ist Kalkül.
Wir sagen: Genug.
Am 14. Juni 2027 streiken wir gemeinsam – für faire Löhne, soziale Absicherung, echte Anerkennung und eine gerechte Verteilung der Sorgearbeit. Der Care-Streik ist kein Bitten. Er ist eine Forderung!
Die SP Frauen Zürich stehen solidarisch an der Seite aller, die am 14. Juni 2027 die Arbeit niederlegen. Weil Klatschen nie gereicht hat. Und weil jetzt gehandelt werden muss.”
– SP Frauen Kanton Zürich
“Wir unterstützen den Care Streik 2027, weil Care Arbeit viel zu lange marginalisiert und unsichtbar gemacht wurde. Wir können noch so lange von rechtlicher Gleichstellung sprechen, solange diese Gesellschaft auf der unsichtbaren Arbeit von Fintas baut, gibt es keine Gleichstellung. Wir haben genug, im 2027 fordern wir eine Aufwertung der Care-Arbeit.”
– SP Frauen Schweiz
“Endlich die Pflegeinitiative umsetzen!”
– SP Kanton Schaffhausen
“Ohne Care-Arbeit steht alles still – trotzdem wird sie schlecht bezahlt, unsichtbar gemacht und ungleich verteilt. Das müssen wir endlich ändern.”
– SP Kanton Zürich
“Auf der Suche nach Profit hat der Kapitalismus die soziale Reproduktion der Menschen immer weiter untergraben, indem er diese Aufgabe an eine völlig unterbezahlte und grösstenteils weibliche Belegschaft ausgelagert hat.
Ohne freien und verlässlichen Zugang zu Pflege würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Ein Streik ist das wirksamste Mittel, um dies deutlich zu machen und sicherzustellen, dass jede:r Zugang zu der Pflege hat, die Mensch braucht, und dass diejenigen, die diese Pflege leisten, die nötige Mittel und Kompensation haben.”
– Strike WEF
“Uns ist wichtig, dass Flinta, Menschen und Kinder mit Behinderungen nicht als Last angesehen werden. Dafür muss Care Arbeit von unserer Gesellschaft wertgeschätzt werden, gut bezahlt sein und vor allem betreuende Flintas unterstützt werden.”
– Verein Netzwerk Avanti
“Besonders geflüchtete und migrantische FLINTA*-Personen tragen einen grossen Teil der Care-Arbeit. Oft unbezahlt, unsichtbar oder unter prekären Bedingungen. Gleichzeitig produziert das Asyl- und Grenzregime Unsicherheit, Isolation und Abhängigkeiten, die Care-Arbeit erschweren und zusätzliche Belastungen schaffen. In unserer Arbeit erleben wir täglich, wie eng rassistische Abschottungspolitik, soziale Ungleichheit und die Abwertung von Care-Arbeit zusammenhängen. Pikett Asyl unterstützt den grossen Care-Streik 2027, weil Care-Arbeit, Bewegungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit untrennbar miteinander verbunden sind.”
– Verein Pikett Asyl

